Am Freitagabend gegen 19:30 Uhr ertönte Alarm für die Woltersdorfer Wehr. „Gebäudebrand in der Dannenberger Str. mit Menschen in Gefahr“ lautete das Alarmstichwort.

Bereits im Vorfeld war von einer Explosion in der Lüchower Innenstadt zu hören. Auch von um Hilfe schreienden Leuten war die Rede. In der Umgebung heulten die Sirenen.

Bei Ankunft stellte sich folgende Lage. In einem Mehrfamilienhaus kam es bei Arbeiten zu einer Explosion. Mehrere Personen wurden vermisst. 

Unter schwerem Atemschutz ging unser Angriffstrupp in den Kellerbereich zur Personensuche vor. Zunächst musste allerdings mit Hilfe eines Halligan-Tools ein Zugang zum Keller geschaffen werden. Vermisste Personen konnten dort allerdings nicht gefunden wurden.

Nachdem alle Personen in den oberen Geschossen gefunden wurden, setzte man unseren zweiten Atemschutztrupp zu Nachsuch- und Nachlöscharbeiten unter Verwendung der Wärmebildkamera der FF Lüchow in den oberen Stockwerken ein.

Weitere Kräfte sorgten für die Wasserversorgung, sowie die Verkehrssicherung in Richtung Innenstand.

Bei dem Einsatz handelte es sich um eine großangelegte Alarmübung, ausgearbeitet von der FF Lüchow. Ein zum Abriss vorgesehenes Haus, zur Verfügung gestellt von Michael Keller, diente als Übungsobjekt.

Im Anschluss lud die Feuerwehr Lüchow zur Nachbesprechung ins Gerätehaus ein.

Gegen 22:00 Uhr war dieser Einsatz dann für uns beendet.

Mit vor Ort waren die Feuerwehren Lüchow, Wustrow, Künsche, Bösel, Plate, der Bereichsbrandmeister, der Kreisbrandmeister sowie Polizei und Rettungsdienst.

Vielen Dank an die Feuerwehr Lüchow für diese wirklich sehr realitätsnahe Einsatzübung.

Einsatzfotos (Quelle: Feuerwehr Lüchow)
Pressebericht der Feuerwehr Lüchow

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Einsatz Nr. 009
Einsatzdatum: 14.02.2020
Einsatzzeit: 19:29 Uhr
Einsatzstichwort: B2Y
Alarmierte Einheiten: Vollalarm

Vollalarm gab es für die gesamte Wehr per Sirene. Verpuffung mit starker Rauchentwicklung, Feuer im Keller.

Als vor Ort unsere ersten Kräfte eintrafen, standen bereits mehrere Personen an den Fenstern und riefen um Hilfe. Zügig wurden diese über die Drehleiter befreit und in Sicherheit gebracht.

Währenddessen erkundeten Zug- und Gruppenführer die weitere Einsatzlage. Im Keller wurden mehrere Brände festgestellt. Ein Trupp vom Tanklöschfahrzeug ging unter schwerem Atemschutz in den Keller zur Brandbekämpfung vor. Anschließend gingen mehrere Trupps in die oberen Geschosse des Gebäudes vor, in denen sich auch mehrere Brandherde befanden.

Aufgrund der komplexen Lage wurde die Alarmstufe von der Leitstelle auf B3Y erhöht und die umliegenden Feuerwehren aus Woltersdorf, Künsche, Bösel, Feuerwehr Wustrow und Freiwillige Feuerwehr Plate nachalmarmiert. Zusätzlich waren auch die Polizei und der Rettungsdienst mit im Einsatz.

In den oberen Geschossen befanden sich noch weitere Personen, welche von mehreren Trupps gerettet werden konnten. Schnell wurden für die Brandbekämpfung mehrere Wasserversorgungen aufgebaut. Die nachalamierten Wehren stellten weitere Atemschutztrupps zur Unterstützung der bereits eingesetzten Kameraden.

Glücklicherweise handelte es sich hierbei um eine sehr gut organisierte Übung, mit Statisten im Gebäude welche es zu retten galt. Die durchaus ernstzunehmenden Verpuffungen wurden durch einen erfahrenen Pyrotechniker ausgelöst

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